Abhängigkeit von Medikamenten
Ein jeder weiß von der Gefahr einer Abhängigkeit von Medikamenten. Es ist nichts neues zu hören, dass Schlaf- und Beruhigungsmittel genauso wie Schmerz- oder Betäubungsmittel und Appetitzügler oft missbräuchlich verwendet werden. Diese und andere Medikamenten, die oft auch als Pychopharmaka zusammengefasst werden und zu denen genauso Antidepressiva und Neuroleptika zählen, bergen eine hohe Gefahr der Abhängigkeit in sich.
Allerdings gibt es auch scheinbar harmlose Medizin, die bei falscher Verwendung abhängig machen kann.
Nasenspray
Zuerst sei hier das nicht selten gebrauchte Nasenspray zu nennen. Bei verstopfter Nase ein einfaches Mittel, um die Nebenhöhlen freizubekommen und wieder einen Moment frei atmen zu können. Vorsicht ist hier jedoch geboten. Denn nicht selten gewöhnt sich der Körper bereits nach fünf bis sieben Tagen an das Mittel. Wird das Spray dann abgesetzt, schwillt die Schleimhaut wieder an und der Patient ist gezwungen das Mittel weiterhin anzuwenden, damit die Luftzufuhr durch die Nase gewährleistet ist.
Abführmittel (Laxanzien)
Der menschliche Körper gewöhnt sich auch sehr schnell an die Verwendung von Abführmitteln. Setzt man diese wieder ab, braucht der Darm weiterhin die Unterstützung "von außen" um normal zu arbeiten. Bekommt er diese Mittel nicht mehr zugeführt, kommt es zu einer Verstopfung.
Medikamente, die Alkohol enthalten
In vielen Arzneimitteln ist zum Zwecke der Konservierung Alkohol enthalten. Eine regelmäßige Einnahme dieser Mittel kann eine Abhängigkeit verursachen.
Vor allem gefährlich ist der, wenn auch geringe, Ethanolgehalt jedoch für trockene Alkoholiker, für die die Gefahr eines Rückfall in die Sucht bestehen kann.
Auch bei Kindern sollte man bei der Verabreichung solcher Arznei sehr vorsichtig und gewissenhaft sein und darauf achten, dass der Alkoholgehalt den Wert von drei Gramm pro Einzeldosis nicht übersteigt.