Fast unglaubliche Schwierigkeiten bei der weiblichen Berufswahl
Frauen berichten von Schwierigkeiten bei der Berufswahl, die kein vernünftiger Mensch vermuten würde. Man könnte jetzt denken, es handele sich um bestimmte Sparten der Technik oder der Informatik, in denen es die Frauen immer noch mit männlichen Vorurteilen zu tun haben. Ober es drehe sich vielleicht um den Fachbereich Physik, eine ursprünglich so männliche Domäne, dass schon Frauen auf dem Universitätsgelände erstaunt angesehen wurden.
All diese früher nur von Männern besetzten Bereiche stehen jedoch heute Frauen offen. Ihren Kopf dürfen Frauen also heutzutage benutzen, in einigen Gegenden sind die Mädchen dabei, im schulischen Bereich die Jungen nachdrücklich abzuhängen. Es gibt genauso viele Studentinnen an den Universitäten wie Studenten. Dass die Verteilung auf die Fächer nicht immer halbe-halbe geschieht, verdrießt niemanden. Niemand will schließlich, dass jeder Lebensbereich halb von Männern und halb von Frauen besetzt wird, eine solche Vorstellung ist eher unheimlich.
Anders sieht es jedoch bei den Führungspositionen an den Universitäten und in der Wirtschaft aus. Hier sind immer noch große Anteile von Männern besetzt, ungerechtfertigt große Anteile. Dieser Meinung sind nicht nur Frauen, es gibt durchaus auch Männer, die gerne mehr Frauen in Führungspositionen sehen würden. Diese Männer haben kein Problem mit ihrem Selbstbild, müssen sich also nicht profilieren. Deshalb können sie unabhängig und objektiv Qualitäten bemerken und so zu der Auffassung gelangen, dass weibliche und männliche Führung mit verschiedenen Vorzügen glänze. Das Beste für ein jedes Unternehmen sei es, beide Arten von Vorzügen mitzunehmen.
Auch beim Gehalt könnte man noch länger nachdenken, was hier Vergangenheit ist bei der Benachteiligung der Frauen und was nicht. Nach wie vor können in vielen Arbeitsbereichen deutliche Gehaltsunterschiede gemessen werden, hier wird es noch viel Ärger geben.
Und der ganze Bereich der Kinder ist natürlich überhaupt noch renovierungsbedürftig. Auch wenn sich hier schon einiges tut: Es gibt durchaus Männer, die es als wichtige Lebensphase empfinden, wenn das eigene Kind heranwächst. Die es ablehnen, dieses Heranwachsen nur nach einem Tag im Büro kurz zu notieren. Hier kämpfen durchaus Männer und Frauen gemeinsam um das Recht, ihren Lebenssinn selbst bestimmen zu können, es gibt aber noch eine Menge zu tun.
Die Schwierigkeiten, von denen wir hier sprechen, haben damit jedoch nichts zu tun. Diese Frauen tun sich nicht schwer mit bestimmten Berufen, weil sie glauben, ihr Können reiche nicht aus. Oder weil sie der Meinung sind, es werde ihnen schwer gemacht, in diesem Bereich in höhere Positionen aufzusteigen. Oder weil sie Angst haben zu wenig zu verdienen oder nach dem Kinderkriegen nicht mehr in den Beruf zurückzufinden.
Sondern, man will es kaum glauben in der heutigen Zeit, weil sie Angst haben, dass diese Berufe es ihnen schwer machen, gut auszusehen.
Das geht von der Vorstellung von der Automechanikerin, die den ganzen Tag in einem verschmierten Kittel herumläuft, bis zum vorgeschriebenen Kostüm in einem Hotel, das die falsche Farbe oder den falschen Aufdruck hat. Letztendlich stehen diese Frauen allen Berufen misstrauisch gegenüber, in denen besondere Berufskleidung getragen werden muss. Nicht nur in Gastronomie und Hotel, auch in allen Berufen im Bereich der Medizin werden besondere Schuhe von verschiedenen Designern und besondere Kleider getragen. Da gibt es immer noch merkwürdige Vorstellungen, das geht vom fleckigen Arztkittel bis zum Gesundheitsschuh. Besonders die Gesundheitsschuhe oder auch andere Arbeitsschuhe wie zum Beispiel Sicherheitsschuhe rufen Grauen hervor. Tamaris Damenschuhe wären vielen sicherlich lieber.
Sicher ist es im Grundsatz verständlich, dass eine Frau sich Gedanken darüber macht, wie sie den ganzen Tag herumläuft im späteren Beruf. Aber diese Angst ist heutzutage ganz unnötig, es gibt für Krankenschwestern und für Ärztinnen topaktuelle Damenschuhe, die sie während der Arbeit tragen. Auch das sonstige Outfit lässt nichts mehr zu wünschen übrig, es ist wirklich unnötig, bei der Berufswahl auch nur einen Gedanken auf die spätere Erscheinung zu verschwenden. Das tun heute die Designer, die sich dankbar diesen vernachlässigten Arbeitsbereichen angenommen haben.