Praxisgebühr wirklich notwendig?
Allgemeine Information
Die Praxisgebühr wurde am 1. Januar 2004 eingeführt. Damals gab es lautstarke Proteste, doch sie wurde durch den Willen der Regierung durchgesetzt. Sie dient dazu, den klammen Haushalt zu entlasten. Es müssen weniger Gelder in die Förderung von Ärzten fließen. Die Krankenkassen werden entlastet und kommen so mit geringeren Zuschüssen aus. Die Höhe der Gebühr beträgt 10 Euro, die jedes Quartal neu bezahlt werden muss. Dabei gilt es jedoch die Spezifikation des Arztes zu beachten. Wer einen Zahnarzt besucht und anschließend die Notaufnahme, um sich seinen Magen auspumpen zu lassen, muss beides mal zahlen. So entstehen dem Patienten natürlich zusätzliche Kosten. Wer gesund ist, profitiert von dieser Regelung. Um an Gebühren zu sparen, muss stets ein Überweisungsschein des behandelnden Arztes vorgelegt werden. Wer ein Problem mit einem Nerv in der Hand hat, kann sich kostenlos von einem Neurologen untersuchen lassen. Denn der behandelnde Arzt stellt eine Überweisung aus. Touren auf eigene Faust werden mit dieser Regelung verhindert.
Die Praxisgebühr muss im Normalfall nur bei einer gesetzlichen Krankenkasse entrichtet werden. Wer einer privaten Kasse angehört, kann sich dasGeld sparen. Hier ergeben sich schon erste Unterschiede zwischen verschiedenen Patienten. Es gibt auch einige Ausnahmen, die eine kostenfreie Untersuchung ermöglichen. Während der Schwangerschaft entstehen für die betroffenen Untersuchungen keine Kosten. Ein Gesundheitscheck ist ab dem 35. Lebensjahr zwei Mal pro Quartal kostenlos im Gesundheitspaket enthalten.
Einkommen von Ärzten
Wer gegen die Praxisgebühr protestiert, darf nicht vergessen, dass Jobs daran hängen. Seitdem diese Gebühr eingeführt wurde, haben Ärzte geringere Zuschüssen von Krankenkassen erhalten. Diese Differenz wird durch die Gebühr ausgeglichen. Gäbe es rein fiktiv betrachtet einen Monat lang keinen einzigen Kranken, würden die Ärzte hohe Verluste einfahren. Die Gebühr wird direkt in der Praxis bezahlt und sofort bescheinigt. Dieses Dokument kann bei anderen Ärzten vorgelegt werden als Beweis, bezahlt zu haben. Dennoch ist eine Überweisung nötig, um kostenlos behandelt zu werden.
Neue Sessel und andere Einrichtungsgegenstände werden mit der Praxisgebühr finanziert. Wer sich weigert diese zu zahlen, muss nicht vom betroffenen Arzt behandelt werden. Er kann es ablehnen, sich um den Patienten zu kümmern. Einzige Ausnahme bildet hierbei ein Notfall, der per Gesetz festgelegt, zur Behandlung verpflichtet. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte stets seine 10 Euro dabei haben. Oft ist es möglich, die Gebühr auch zu überweisen. Sollte sich ein Patient so um diese drücken wollen, schaut er dumm aus der Wäsche. Denn mit der Mahnung werden 4 Euro fällig, die zusätzlich erhoben werden. Im Endeffekt stehen dann 14 Euro zu Buche. Zwar nicht die Welt, aber dennoch ein kleiner Betrag der anders investiert werden kann.
Fazit
Wägt man nun beide Argumente ab, gibt es keinen richtigen oder falschen Schluss. Natürlich dient diese Gebühr dazu, Kosten auf Patienten abzuwälzen. Wer gesund ist, profitiert von der Praxisgebühr. Sie wird nur fällig, wenn jemand auch wirklich krank ist. All den ganzen Aufstand ist der Geldbetrag nicht wert. Es handelt sich um humane 10 Euro, die wohl jeder berappen kann. Außerdem müssen diese nicht bei allen Behandlung geblecht werden, sondern nur jedes Quartal.
Der Arzt lebt von diesem Geld, es ist sein Honorar. Im Vergleich zu anderen Ländern verdient ein Mediziner in Deutschland ziemlich wenig. Während sein Kollege in den USA eine Operation durchführt, muss ein deutscher Arzt für das gleiche Geld mehrere Monate arbeiten und z.B. Schuhregale putzen. Daran werden die Unterschiede deutlich. Das Geld wächst nicht auf Bäumen und die Rentenkasse kriegt dies zu spüren. Sozialleistungen gehören dazu und kosten den Steuerzahlen jährlich ein halbes Vermögen. Deshalb soll der Deutsche von seinen gezahlten Beträgen auch etwas haben. Die deutschen Ärzte trifft die geringste Schuld und sie sollten von der Kritik ausgenommen werden.