Einfach mal ohne Medikamente...

Was hilft bei Konzentrationsschwäche?

Immer häufiger wird bei Kindern, Jugendlichen und bei Erwachsenen das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom beobachtet. Der einzige Vorteil dieser schon extrem starken Ausprägung von Konzentrationsschwäche ist, dass diese auch von Angehörigen, Lehren oder der Familie beobachtet werden kann. Wer also die Symptome kennt, der kann dieses Problem in Angriff nehmen. Die entscheidende Frage ist, ob das bei Konzentrationsschwäche wirklich hilft. Dabei gibt es verschiedene Ansatzpunkte - je nach Ursache.

Die Reizüberflutung stoppen

Jeder, der morgendlich mit der S-Bahn zur Arbeit fährt, der kennt dieses Bild: Jugendliche hetzen im letzten Moment zur Bahn, einen iPod oder ein Musikgerät und HI-FI Lautsprecher am Ohr. Im Klartext bedeutet dies, dass gleich am Morgen eine im wahrsten Sinne des Wortes volle Dröhnung auf die Ohren abgegeben wird. Der Körper und vor allem Gehirn können sich nicht auf Schule und Lernphase einstellen, sondern gehen reizüberflutet in die Schule. Da ist es kein Wunder, dass die Schüler mit dem Rhythmus der Lieblingsband im Ohr vor sich hin und herzappeln und sich die erste Zeit nicht konzentrieren können. Deshalb ist der erste und beste Weg gegen die Konzentrationsstörung vorzugehen, die Reizüberflutung zu stoppen. Ähnliches gilt natürlich auch für nächtelanges, kräftezehrendes Computerspielen oder den Krimi an Schultagen bis 2 Uhr nachts.


Konzentration


Auf die Ernährung achten

Die Konzentrationsfähigkeit hängt auch viel vom Zustand des eigenen Körpers und auch dessen Ernährung ab. So fällt vielen Lehrerinnen und Lehrern auf, dass sich Konzentrationsschwäche aufkommt, wenn das Kind kein Frühstück eingenommen hat. Eine gesunde Ernährung mit Obst, Vitaminen und auch einem Glas Milch sorgt für den entsprechenden Treibstoff für das Gehirn. Ähnlich wie ein Sportwagen kann unser Gehirn nur arbeiten, wenn der richtige Treibstoff getankt wird.

Die richtige Abfolge zwischen Anspannung und Entspannung

In manchen Fällen hat die Konzentrationsschwäche einfach nur natürliche Ursachen und keine tiefere, medizinische Ursache. Hier liegt es einfach daran, dass zu lange am Stück und ohne Pause gelernt oder gearbeitet worden ist. Deshalb sollte jeder - ähnlich wie verkehrssicherheitsbewusste Autofahrer dies tun - auf regelmäßige Pausen achten und Entspannungsphasen achten. Viele Unternehmen unterstützen dies sogar mit einer großzügigen Gleitzeitregelung, die bei korrektem Ausstempeln eine längere Mittagspause, einen kleinen Nachmittagsspaziergang oder eine kurze Ruhephase, den sogenannten "Power nap" ermöglicht.

Der erste Schritt ist also das offene Beobachten gefolgt von der gemeinsamen Suche nach einer Lösung.